Drei Faktoren machten den Großteil der genannten Haupthindernisse aus
Hohe Preise, fehlendes Wissen zur Zubereitung und Zeitmangel machten in einer peruanischen Befragung 79,0 % der Antworten zum wichtigsten Hindernis beim Verzehr andiner Lebensmittel aus. Die am 20. September 2026 in Foods veröffentlichte Studie nutzte Antworten, die 2024 online von 1.074 Erwachsenen erhoben wurden. Hohe Preise wählten 30,7 %, fehlendes Zubereitungswissen 26,9 % und Zeitmangel 21,4 %.
Die Teilnehmenden wurden über eine Gelegenheitsstichprobe gewonnen. Voraussetzung waren Volljährigkeit, die peruanische Staatsangehörigkeit, ein Wohnsitz in Peru und der Verzehr andiner Körnerfrüchte in den vorangegangenen sechs Monaten. Die Stichprobe bestand überwiegend aus jungen Menschen mit Hochschulbezug; 81,2 % waren höchstens 25 Jahre alt. Nach Angaben der Autoren lassen sich die Ergebnisse nicht auf die gesamte peruanische Bevölkerung übertragen.
Quinoa wurde am häufigsten ausgewählt
Auf die Frage nach üblicherweise verzehrten andinen Körnerfrüchten wählten 79,3 % Quinoa, 47,0 % Kiwicha, 31,1 % Cañihua und 7,9 % Tarwi. Diese Auswertung umfasste alle 1.074 Befragten. Mehrfachnennungen waren möglich, weshalb sich die Prozentwerte nicht zu 100 % addieren.
Gelegentliche Käufe meldeten 47,0 % der Befragten; 27,9 % wählten immer oder fast immer. Lokale Märkte waren für 36,4 % der übliche Einkaufskanal, gefolgt von wohnortnahen Geschäften mit 22,3 %. Zusammen entfielen auf diese beiden Kanäle 58,7 % der angegebenen Einkaufspräferenzen.
Mehrere Kaufmotive, aber nur ein wichtigstes Hindernis
Bei den 1.065 gültigen Antworten zu Kaufgründen wählten 63,6 % den Nährwert und 46,2 % die Natürlichkeit. Die gesonderte Frage nach Konsummotiven hatte 1.071 gültige Antworten: 56,9 % wählten die Aussage, die Lebensmittel seien nahrhaft, 56,7 %, sie seien gesund, und 21,8 %, sie gehörten zur eigenen Kultur. Beide Fragen erlaubten mehrere Antworten. Ungültige Antworten wurden aus der jeweiligen Auswertung ausgeschlossen, nicht aus der gesamten Studie.
Die Frage nach dem wichtigsten Hindernis erlaubte eine Antwort pro Person. Von den 1.074 Teilnehmenden wählten 330 den Preis, 289 fehlendes Zubereitungswissen und 230 Zeitmangel. Schwieriger Zugang zu den Produkten machte 13,0 % der Antworten aus, eine Abneigung gegen den Geschmack 7,9 %. Die Autoren weisen darauf hin, dass die sensorische Akzeptanz nicht in einem gesonderten Test untersucht wurde.
Regionale Zusammenhänge und Grenzen der Befragung
Die Studie verglich die Befragten nach ihrer selbst angegebenen Herkunftsregion: andines Hochland, städtisch geprägte Küstenregion und Amazonasregion. Der Anteil mit der Kaufhäufigkeit immer oder fast immer betrug in der Andengruppe 37,3 % und in der städtischen Küstengruppe 21,2 %. Die Autoren verwendeten die Herkunft als geografischen Näherungsindikator für die Nähe zu andinen Lebensmittelproduktionstraditionen, nicht als psychologisches Maß kultureller Identität.
Als Einschränkungen nennen die Autoren die Gelegenheitsstichprobe, das Querschnittsdesign und die Selbstauskünfte zum Verhalten. Das Design erlaubt keine kausalen Schlussfolgerungen; soziale Erwünschtheit kann die Antworten beeinflussen. Zudem hatten die sechsmonatige Teilnahmevoraussetzung und die Fragen zur üblichen Häufigkeit unterschiedliche Bezugszeiträume: Letztere enthielten keinen festen Zeitraum. Das könnte erklären, warum manche teilnahmeberechtigten Personen bei den Häufigkeitsfragen dennoch nie auswählten.
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Consumer Behavior Toward Andean Grains Among Young Peruvian Adults: Purchase Patterns, Motivations, and Barriers Across Cultural Contexts ↗
Foods · CC-BY-4.0 ↗. Dany Yudet Millones-Liza, Elizabeth Emperatriz García-Salirrosas, Manuel Escobar-Farfán, Iván Veas-González, Manuel Amasifuen-Reategui and Esther Olivia Acosta-Miraval (2026). Consumer Behavior Toward Andean Grains Among Young Peruvian Adults: Purchase Patterns, Motivations, and Barriers Across Cultural Contexts. Foods 15(18),3341,published 20 September 2026. DOI:10.3390/foods15183341. Copyright 2026 by the authors. CC BY 4.0. Editorial adaptation and translation: FoodRadar. Von FoodRadar übersetzt und bearbeitet.