Unterschiedliche Matrizes zeigen unterschiedliche Reaktionen
Eine Übersichtsarbeit in Food Chemistry: X beschreibt gegensätzliche Veränderungen der Eitextur während der Milchsäurefermentation. Studien mit verdünnten Eisystemen fanden eine höhere Härte, während einige Systeme mit höherem Proteingehalt weicher wurden. Die Autoren bezeichnen dies als vorläufige studienübergreifende Muster und nicht als gesicherte Konzentrationsschwellen.
Die Übersicht behandelt Eiklar, Eigelb und Vollei, einschließlich Pulvern, isolierten Proteinen und Mischungen mit Milch. Die Autoren verweisen auf Unterschiede bei Matrixzusammensetzung, Bakterienstämmen, zugesetzten Kohlenhydraten, Vorbehandlung und Analysemethoden. Sie mahnen deshalb zur Vorsicht bei direkten quantitativen Vergleichen zwischen Studien.
Protein- und Oberflächenveränderungen variieren zwischen Studien
Einige Studien berichteten nach der Fermentation über kleinere Peptide und mehr freie Aminosäuren; andere fanden keine signifikanten Veränderungen der Proteinprofile. Manche Vergleiche umfassten Proben, die vor einer anschließenden Fermentation enzymatisch behandelt worden waren. Die Übersicht führt die Unterschiede auf Substrat und Versuchsbedingungen zurück.
Die Autoren beschreiben außerdem gegensätzliche Veränderungen von Partikelgröße, Oberflächenhydrophobizität und Betrag des Zetapotenzials. Ihr konzeptionelles Modell verknüpft Veränderungen von Proteinstruktur und Aggregation mit diesen funktionellen Eigenschaften. Auch Veränderungen exponierter Sulfhydrylgruppen unterschieden sich zwischen den untersuchten Studien.
Löslichkeit, Wasserbindung und Viskosität sind getrennte Messgrößen
Die Übersicht beschreibt eine erhöhte Proteinlöslichkeit in ausgewählten Studien zu Eiklar und Eigelb. Andere Studien zu Flüssigei und Eiklar berichteten über eine geringere Wasserbindungskapazität. Die Autoren diskutieren Proteinabbau, Aggregation und Gelstruktur als Erklärungen für diese Ergebnisse.
Auch die scheinbare Viskosität veränderte sich in unterschiedliche Richtungen. Einige Volleisysteme wurden viskoser, während andere Studien zu Eiklar oder Eigelb Abnahmen berichteten. Nach Angaben der Autoren müssen die vorgeschlagenen konzentrationsabhängigen Muster unter standardisierten Bedingungen überprüft werden, da sich Rezepturen und Methoden zwischen den Studien unterschieden.
Emulsionsbildung und Schaumstabilität können unterschiedlich reagieren
Die Übersicht unterscheidet den Emulgieraktivitätsindex, der die Bedeckung der Öl-Wasser-Grenzfläche betrifft, vom Emulsionsstabilitätsindex, der den Widerstand gegen das Zusammenfließen von Tröpfchen betrifft. Eine zitierte Eigelbstudie berichtete über höhere Emulgieraktivität, während die Stabilität zunächst stieg und später sank; eine andere fand Abnahmen beider Indizes.
Schaumbildungsvermögen und Schaumstabilität wurden ebenfalls getrennt betrachtet. Eine zitierte Eiklarstudie fand eine stärkere Schaumbildung ohne signifikante Änderung der Stabilität; andere Ergebnisse hingen von der Proteinkomponente ab. Die sensorischen Studien betrafen bestimmte Milch-Ei-Mischungen, Kuchen und Mayonnaise. Die Akzeptanz der Mayonnaise unterschied sich je nach eingesetztem Bakterienstamm.
Gesundheitliche Wirkungen sind noch nachzuweisen
Die Autoren erklären ausdrücklich, dass direkte Belege für gesundheitsfördernde Wirkungen von mit Milchsäurebakterien fermentierten Eiprodukten fehlen. Die meisten Studien untersuchten physikochemische Veränderungen statt Wirkungen in lebenden Organismen. Die Übersicht diskutiert organische Säuren, Peptide und Aminosäuren als Grundlage für künftige Untersuchungen möglicher biologischer Aktivität.
Die Übersicht benennt außerdem begrenzte Forschung dazu, wie Eibestandteile die Bakterienphysiologie beeinflussen. Die Autoren beschreiben weitere Untersuchungen als geplante Arbeiten. Berichtete Verringerungen der Allergenität von Eiklar waren vom Stamm und den Bedingungen abhängig; ein verbleibendes oder neu entstehendes allergenes Potenzial war möglich.
Forschungslücken bei Sicherheit und Lagerung
Der Übersicht zufolge war die Bildung biogener Amine während der Milchsäurefermentation von Flüssigei nicht gezielt überwacht worden. Auch die Hemmung von Salmonellen in diesen Eisystemen war nicht systematisch untersucht worden. Die Autoren nennen zudem Stammsicherheit, übertragbare Antibiotikaresistenzen, unerwünschte flüchtige Verbindungen und Lagerstabilität als Bereiche mit weiterem Forschungsbedarf.
Die Übersicht fordert Haltbarkeitskriterien, die mikrobiologische, chemische und sensorische Eigenschaften berücksichtigen. Die Arbeit wurde von der Sichuan University of Science and Engineering über die Förderung 2024RC079 unterstützt. Die Autoren erklärten, keine bekannten konkurrierenden finanziellen Interessen oder einschlägigen persönlichen Beziehungen zu haben. Sie legten den Einsatz von DeepSeek zur Verbesserung von Lesbarkeit und Sprache offen; anschließend prüften und überarbeiteten die Autoren den Text.
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Interactions, transformation, and functionality: Lactic acid bacteria fermentation of egg liquid as a novel food matrix ↗
Food Chemistry: X · CC-BY-4.0 ↗. Yang Zhou, Zhiwen Deng, Siyu Dai, Ruohan Yang, Yutong Xue and Huanhuan Wei (2026). Interactions, transformation, and functionality: Lactic acid bacteria fermentation of egg liquid as a novel food matrix. Food Chemistry: X 38:104292. DOI: 10.1016/j.fochx.2026.104292. © 2026 The Authors. CC BY 4.0. Edited and translated by FoodRadar. Von FoodRadar übersetzt und bearbeitet.