Acht Kombinationen von Steuern und Einnahmenverwendung

Eine am 13. August 2026 in PLOS Medicine veröffentlichte Studie modellierte, wie Steuern auf Lebensmittel und Getränke sowie die Verwendung ihrer Einnahmen Übergewicht und Wachstumsverzögerung in Peru beeinflussen könnten. Zwei Steueroptionen wurden jeweils mit vier alternativen Verwendungen verbunden: Aufnahme weiterer Empfänger in den Juntos-Basistransfer, höhere Zahlungen an bestehende Empfänger, Aufnahme weiterer Empfänger in den Transfer für die frühe Kindheit oder Subventionierung von Obst und Gemüse.

Eine Steueroption behielt die in der Studie beschriebene Getränkesteuer bei. Die andere erhöhte die Steuer auf zuckerreichere Getränke um fünf Prozentpunkte und führte eine Steuer von 10% auf ultraverarbeitete Lebensmittel ein. Das Bevölkerungsmodell umfasste die Altersgruppe 0–49 Jahre und unterschied das ärmste Fünftel von den übrigen 80%. Der verwendete Übergewichtsbegriff schloss Adipositas ein. Die Auswirkungen der Maßnahmen wurden für 2024–2040 geschätzt.

Erwartete Verringerungen hängen vom Ergebnis und der Mittelverwendung ab

Gegenüber unveränderter Fortführung ergaben allein die zusätzlichen Getränke- und Lebensmittelsteuern für 2024–2040 eine modellierte Differenz von −58,6 Millionen kumulierten Personenjahren mit Übergewicht bei Erwachsenen. Das 95%-Unsicherheitsintervall reichte von −77,7 bis −37,9 Millionen. Die Autoren führten den Großteil des erwarteten Rückgangs von Übergewicht auf diese Steuern zurück, vor allem in der höheren sozioökonomischen Gruppe. Personenjahre bezeichneten die kumulierten Jahre mit einem Zustand innerhalb jeder Alters- und sozioökonomischen Gruppe.

Höhere Basiszahlungen an bestehende Juntos-Empfänger ergaben die größte modellierte Verringerung kindlicher Wachstumsverzögerung. Bei Verwendung der Einnahmen aus den zusätzlichen Steuern auf Getränke und ultraverarbeitete Lebensmittel erreichte die berichtete Differenz für 2024–2040 gegenüber unveränderter Fortführung −876 Tausend kumulierte Personenjahre, mit einem 95%-Unsicherheitsintervall von −1.139 bis −567 Tausend; 82% der Verringerung entfielen auf die ärmste Gruppe. Die Autoren beschrieben den Effekt von Obst- und Gemüsesubventionen auf Wachstumsverzögerung in der ärmsten Gruppe als begrenzt und unsicher. Für Übergewicht berichteten sie eine moderate Verringerung mit breiten Unsicherheitsintervallen, die wohlhabenderen Gruppen überproportional zugutekam.

Gesamteinnahmen und Annahmen zur Abdeckung

Das Modell schätzte für 2024–2040 Gesamteinnahmen von fast S/39 Milliarden unter der bestehenden Getränkesteuer und etwa S/51 Milliarden unter den zusätzlichen Getränke- und Lebensmittelsteuern. Die Mittelverwendung beruhte auf einer idealisierten vollständigen Zweckbindung. Bei Ausweitungen der Abdeckung blieben Mittel nach Erreichen vollständiger Abdeckung ungenutzt.

Das Modell nahm an, dass Kinder der ärmsten Gruppe den Basistransfer bereits erhielten. Seine Ausweitung erreichte deshalb die höhere sozioökonomische Gruppe, während höhere Zahlungen bestehenden Empfängern zugutekamen. Bei der Ausweitung des Transfers für die frühe Kindheit hatte zunächst die ärmste Gruppe Vorrang.

Was-wäre-wenn-Szenarien bei begrenzter lokaler Evidenz

Mangels nach Einkommensgruppen aufgeschlüsselter Daten nahm das Modell einen einheitlichen Konsum von Getränken und ultraverarbeiteten Lebensmitteln an. Es übertrug den Zusammenhang zwischen Getränkekonsum und Übergewicht auf ultraverarbeitete Lebensmittel, nutzte mexikanische Schätzungen für höhere Geldzahlungen und internationale Evidenz für Obst- und Gemüsesubventionen. Steuer- und Subventionseffekte sollten im Zeitverlauf nachlassen. Die 95%-Unsicherheitsintervalle entstanden aus 800 Iterationen mit veränderten ausgewählten Eingaben.

Die Autoren erklärten, dass das Modell hypothetische Szenarien untersuchte und keine Prognosen oder präzisen Effektgrößen liefern sollte. Als Einschränkungen nannten sie vereinfachte Politik- und Marktannahmen, möglicherweise nicht auf Peru übertragbare internationale Schätzungen und begrenzte sozioökonomische Detailtiefe. Regionale Ungleichheiten und zusätzliche Ernährungsergebnisse wurden nicht untersucht. Kosteneffektivität wurde nicht bewertet, weil der Ausschluss von Menschen ab 50 Jahren relevante Krankheitslasten unterschätzen würde.

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